Hundehalter, aufgepasst: Wie das Oberlandesgericht Koblenz jetzt entschieden hat, dürfen Spaziergänger freilaufende Hunde, die sich ihnen nähern, abwehren. Dieser Beschluss bestätigt damit ein Urteil des Landgerichts Mainz. Diesem war eine Klage eines Joggers vorausgegangen, der sich bei der Abwehr eines nicht angeleinten Hundes verletzte.

Passanten können Abwehrmaßnahmen ergreifen

Das Oberlandesgericht Koblenz hat jetzt entschieden, dass Passanten effektive Abwehrmaßnahmen ergreifen können, wenn sich ihnen ein freilaufender Hund nähert und der Halter ihn nicht unter Kontrolle hat. Wie eine Sprecherin laut des Spiegels erklärte, gelte dieser Beschluss nicht nur für Rheinland-Pfalz, sondern immer, wenn eine Gefahrenabwehrverordnung wirksam sei. Mit dieser Festlegung bestätigt das Oberlandesgericht ein Urteil des Landesgerichts Mainz.

Freilaufende Hunde können jetzt von Passanten abgewehrt werden. Symbolbild: imago/foto2press

Hintergrund dieses Beschlusses ist die Klage eines Joggers gegen einen Hundehalter. Bei dem Vorfall lief der Hund zweier Spaziergänger auf den Jogger und seine Hündin zu. Dieser forderte laut T-Online die Halter auf, den Vierbeiner zurückzurufen. Als dieser auf deren Rufe nicht reagierte, versuchte der Läufer, den Hund mit einem Ast fernzuhalten. Dabei rutschte er aus und erlitt einen Riss der Kniesehne, woraufhin er operiert werden musste.

Auf der nächsten Seite: Wie reagierten die Spaziergänger?

1 2