Der Lokführer eines ICEs von Hamburg nach Leipzig hatte offenbar so viel Alkohol konsumiert, dass er kurzerhand einen ganzen Halt ausgelassen hat. Wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtet, rauschte der Zug am Dienstagabend, 9. Januar, am Wittenberger Bahnhof vorbei. Polizisten holten den Zugführer anschließend aus der Kabine und stellten einen hohen Promillewert fest.

Bundespolizei holt Lokführer aus der Kabine

Eigentlich hätte der ICE 993 von Hamburg nach Leipzig am Dienstagabend um 22.10 Uhr in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) halten sollten. Als er einfach durch den Bahnhof rauschte, sprach der Zugchef die Bundespolizisten an, die mit im Zug saßen.

Wie die Mitteldeutsche Zeitung weiter berichtet, holten die Beamten den alkoholisierten Lokführer am nächsten planmäßigen Halt in Bitterfeld aus dem Zug. Ein Sprecher der Bundespolizei Pirna bestätigte den Bericht der Zeitung.

Nächster Halt: Wittenberg. Oder doch nicht? Dem Zugführer dürfte sein hoher Blutalkohol-Wert nun zum Verhängnis werden. Smybolbild: Pixabay



“Verzögerung im Betriebslauf”

Nachdem der Lokführer in Bitterfeld abgelöst wurde, testeten die örtlichen Polizisten seinen Atemalkoholwert. Das Ergebnis: 2,49 Promille. Für Fahrgäste mit dem Ziel Wittenberg ging es laut Zeitungsbericht anschließend mit der S-Bahn zurück.

Weiterfahrende nach Leipzig kamen mit 65 Minuten Verspätung an. Die Offizielle Begründung der Bahn für die Verspätung lautete “Verzögerung im Betriebslauf”. In einer offiziellen Mitteilung der Deutschen Bahn zu dem Vorfall heißt es:

“Wir entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten, die sie durch die Situation in Lutherstadt Wittenberg bzw. Bitterfeld hatten. Selbstverständlich gelten auch in diesem Fall die Entschädigungsregeln der Fahrgastrechte vollumfänglich.”

 

Auf Seite 2: Das blüht jetzt dem Lokführer!


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