Ein Mädchen soll in Indien über Monate von einer Männergruppe vergewaltigt worden sein. Der Missbrauch kam ans Licht, als das Mädchen über Schmerzen klagte und ins Krankenhaus gebracht wurde. Dort erst erfuhren die Eltern von der grausamen Tat. Insgesamt 17 Männer waren an dem Missbrauch beteiligt. Die Männer müssen in Chennai vor Gericht – allerdings will kein Anwalt die Angeklagten verteidigen.

Sechs schreckliche Monate

Grausames widerfuhr dem erst 11-jährigen Mädchen. Sie wurde über sechs Monate immer wieder von 17 Männern zwischen 23 und 65 Jahren sexuell missbraucht. Die Männer arbeiteten in dem Wohnkomplex, in dem das Mädchen mit ihrer Familie lebte. Der Hauptangeklagte ist der 56 Jahre alte Fahrstuhlfahrer. Er überfiel das Mädchen in einsamen Ecken und verging sich an ihr. Mit der Zeit wurde sie auch von anderen Angestellten missbraucht. Um sie zum Schweigen zu bringen, wurde sie mit Messern und Bildaufnahmen von der Tat erpresst.

Photo by International Livestock Research Institute on Foter.com / CC BY-SA (Symbolbild)

Geschockte Eltern

Die Missbräuche ereigneten sich zwischen dem 15. Januar und 5. Juli 2018. Das kleine Mädchen hatte starke Bauchschmerzen, sodass die Eltern mit ihr ins Krankenhaus fuhren. Dort stellten die Ärzte mit Entsetzen fest, dass das Mädchen wohl über Monate vergewaltigt wurde. Die Eltern waren zutiefst geschockt, als sie davon erfuhren.

Kein Anwalt stellt sich zur Verfügung

Laut der “Hindu Times” hatte G. Mohana Krishnan, der Präsident der Anwälte-Gewerkschaft “Madras High Court Advocates Association”, verkündet, dass sich eine Gruppe von Anwälten vor dem Gerichtsgebäude getroffen hätte. Dabei wurde spontan beschlossen, dass keiner die 17 Tatverdächtigen verteidigen würde. Angeblich gingen die Anwälte sogar auf die mutmaßlichen Täter los, als diese von der Polizei aus dem Gericht geführt wurden. Doch genau wie in Deutschland steht den Angeklagten vor Gericht ein Anwalt zu. Der Prozess soll bald weitergehen. Bis dahin will die Gewerkschaft “selbst in solch einem Fall” den Beschuldigten einen Anwalt zur Seite stellen, so Krishnan.