Die Berliner Getränkemarktkette Lehmann sorgte vor Kurzem für Aufregung. Medienberichten zufolge soll der Getränkemarkt von einem obdachlosen Pfandsammler einen Gewerbeschein verlangt haben – ohne diesen sollte ihm kein Pfand ausgezahlt werden. Ein Berliner Rechtsanwalt veröffentlichte diesen Fall auf Facebook und bekam viele Reaktionen. Mittlerweile nahm der Inhaber Horst Lehmann Stellung und leitete darüber hinaus auch personelle Konsequenzen ein. 

Wie der Stern berichtet, ging das Schreiben am 21. August aus der Zentrale an alle Lehmann-Getränkemärkte. Ihr Inhalt beschrieb, dass das “Flaschensammeln” als Gewerbe zähle. Demnach seien “sogenannte Flaschensammler” dazu verpflichtet, sich mit einem Gewerbeschein auszuweisen. Können sie diesen auf Nachfrage des Marktes nicht vorweisen, so könne man ihnen keine Gutschrift herausgeben.

Getränke Lehmann in Wilmersdorf, Berlin Quelle: imago

So funktioniert soziale Ausgrenzung

Der Berliner Rechtsanwalt Stefan Senkel machte auf den Fall aufmerksam und postete das Schreiben auf Facebook. Er spricht von “sozialer Ausgrenzung”, die seinem obdachlosen Mandanten im Getränkemarkt widerfahren sei. Sein Mandant wollte demnach am 6. September 15 Pfandflaschen in einem Lehmann-Markt abgeben. Doch die Annahme wurde ihm verweigert, da er sich nicht ausweisen konnte, erzählt Senkel.

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