Wenn es draußen langsam kälter wird, wenn die Sonne immer früher untergeht, und die Menschen langsam gestresster werden, dann ist klar: Es geht wieder einmal auf Weihnachten zu! Für die einen ist es dabei tatsächlich vor allem Stress, für die anderen die wahrlich schönste Zeit des Jahres. Oftmals ist das reine Wissen rund um Weihnachten allerdings bei beiden Parteien relativ gering ausgeprägt – man feiert es halt, weil es da ist. Wir haben mal 24 weihnachtliche Fakten zusammengetragen, mit denen ihr beim Weihnachtsessen die Familie beeindrucken könnt.

1. Apropos Weihnachtsessen: Das beliebteste Gericht an Heiligabend ist laut Umfragen tatsächlich Würstchen mit Kartoffelsalat. Einer Umfrage 2014 zufolge kam das in 36% der deutschen Haushalte auf den Tisch.

Quelle: Imago (Symbolbild)

2. Was auch immer auf den Tisch kommt, die Angst vor übermäßigem Gewichtszuwachs ist eigentlich unbegründet. Im Schnitt nehmen wir keine zwei oder drei Kilo pro Weihnachtsfest zu, sondern lediglich 370 Gramm.

2. Laut einer anderen Umfrage wissen von allen Wurstessern über 25% dabei nicht, warum Weihnachten überhaupt gefeiert wird. 10% der Gesamtbevölkerung wusste keine Antwort auf diese Frage.

3. Vermutlich gehören die eben genannten 10% nicht zu denen, die an Weihnachten in die Kirche gehen. Knapp ein Drittel der Menschen halten diese Tradition weiterhin hoch. Statistisch verbinden zwei Drittel der Leute Weihnachten allerdings viel eher mit Geschenken, als mit einem Kirchgang.

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4. Stichwort Weihnachtsgeschenke: Die waren übrigens eine Idee von Martin Luther. Früher wurden Geschenke ausschließlich am 6. Dezember geschenkt, für die Kinder kamen sie vom Sankt Nikolaus. Luther jedoch hatte für Heiligenverehrung wenig übrig, und trug entscheidend dazu bei, dass Geschenk heute hauptsächlich an Jesu Geburt verschenkt werden.

5. Auch das Christkind geht auf Luther zurück, ebenfalls aufgrund seiner Abneigung gegenüber den katholisch geprägten Heiligen.

5. Zu Luthers Zeiten schenkte man sich noch wahrlich milde Gaben wie Äpfel und Nüsse. Heute muss es aber doch schon etwas mehr sein. Was dieses Jahr der Renner an den Ladentheken ist, wird sich zeigen. Vor kurzem wurde mit Büchern (oder E-Books) noch immer gern Klassisches geschenkt.

6. Ebenfalls sehr hoch im Kurs steht im Dezember aber auch etwas weniger Besinnliches: Alkohol. In keinem anderen Monat wird so viel Alkohol getrunken, wie im angeblich besinnlichsten aller Monate.

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7. Ein Grund, beziehungsweise Anlass: Weihnachtsfeiern, und auf denen geht es mitunter hoch her. So sollen 25% der Leute bereits betrunken nach Gehaltserhöhungen gefragt haben, noch mehr hätten bereits weihnachtliche Schlägereien mit den Arbeitskollegen, und 9% den Chefs eine Kündigung geschenkt.

8. Noch häufiger auf beruflichen Weihnachtsfeiern ist nur der gut gehütete Wunsch nach erotischen Abenteuern. Gut die Hälfte hat davon schon geträumt. Ob hier auch der Alkohol dazu beiträgt…?

9. Möglicherweise auch dem Alkohol zuzurechnen ist die spannende Beobachtung, dass sich die Seitenaufrufe im Internet zum Thema Scheidungsanwalt und Unterhaltsforderung nach Weihnachten quasi verdoppeln. Fröhliche Weihnachten? Definitiv nicht überall.

10. Im Gegenteil geht es vielerorts wiederum ganz besonders fröhlich zu. Da im September mit die meisten Kinder geboren werden, lässt sich sagen: Der Dezember ist ein ziemlich heißer Monat. Gerade die Tage um Weihnachten und Silvester scheinen überdurchschnittlich feuchtfröhlich zu sein.

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11. Sind die Kinder dann einmal da und etwas älter, können sie tatsächlich Briefe an den Weihnachtsmann schreiben. Sieben offizielle Weihnachtspostämter gibt es in Deutschland, die meisten Wünsche landen im brandenburgischen Himmelspfort. Regelmäßig werden hier über 300.000 Wunschlisten eingesendet, viele auch aus dem Ausland.

12. Im Tonfall vergreifen sich die Kinder jedoch ab und an. Wo früher noch ausformulierte Texte die Regel waren, sind es heute oft lediglich Listen. Besonders lieblos war dabei ein Kind in den USA. Laut einer Psychologie-Professorin beinhaltete ein Brief an den Weihnachtsmann auch eine Todesdrohung.

13. Für alle mit weniger zielstrebigen, sondern eher unentschlossenen Kindern, gibt es in Großbritannien sogar Weihnachtsmannkurse. Dort kann man sich auf den neuesten Stand in den beliebtesten Geschenkekategorien bringen lassen, und teilweise sogar Jugendsprache lernen.

14. Ein echter Weihnachtsmann bräuchte übrigens vor allem Flugkurse in Überschallflugzeugen. Amerikanische Wissenschaftler wollen vor einiger Zeit ausgerechnet haben, dass Santa pro Sekunde 822 Häuser mit Geschenken beliefern müsste, um die ganze Welt an einem Tag zu beschenken. Dazu bräuchte er eine durchgehende Geschwindigkeit von mindestens 1040km/h. Ob seine Rentiere DAS leisten können? Fraglich.

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15. Wo wir gerade bei Rentieren sind… In Norwegen ist man sich sicher, dass es für Rudolphs rote Nase nur zwei Gründe geben kann. Entweder ist es eine klassischer Schnupfen, oder das arme Rentier leidet unter einer schlimmeren bakteriellen Infektion.

16. Männliche Rentiere werfen stets um die Weihnachtszeit ihr Geweih ab, während die Weibchen ihres behalten und erst im Frühjahr verlieren. Da in quasi allen Geschichten die Rentiere ihr Geweih noch tragen, steht wissenschaftlich fest: Rudolph ist und die übrigen Rentiere des Weihnachtsmannes müssen Weibchen sein.

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17. Übrigens: Auf seiner unwahrscheinlichen Reise müsste der Weihnachtsmann nicht nur Weihnachtsgrüße, sondern auch wahnsinnig viele Geburtstagsgrüße ausrichten. Allein in Nordrhein-Westfalen feiern fast 40.000 Menschen an Weihnachten auch gleichzeitig ihren Geburtstag.

18. Für frohe Kunde sorgen an Weihnachten aber nicht nur Weihnachtsmann und Engelschöre, sondern auch Gefängnisangestellte. In der Zeit vor Weihnachten werden in Deutschland viele Inhaftierte, deren Haftstrafe ohnehin kurz darauf ablaufen würde, frühzeitig entlassen. Etwa 2000 Häftlingen wird dadurch doch noch ein Fest im Kreise der Liebsten ermöglicht. Wenig gütig zeigen sich jedoch Bayern und Sachsen, wo diese Tradition strikt abgelehnt wird.

19. Auch, wenn das Fest mit der Familie am schönsten ist, können eben nicht alle immer beisammen sein. Das Handy lässt uns immerhin ohne viel Aufwand Grüße verschicken. Etwa 20% sollen an Weihnachten fromme Handynachrichten an ihre Liebsten verschicken.

20. Oft Teil solcher Nachrichten: Ein Bild des Weihnachtsbaums. Besonders beliebt sind hierfür Nordmanntannen, deren größter Lieferant tatsächlich im Norden liegt: Dänemark. 4000 Produzenten mit einem Gesamtbestand von um die 100 Mio. Tannen müssen dort rund 8-10 Jahre warten, bis ein Baum reif für ein deutsches Wohnzimmer ist.

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21. Viele Bäume haben zusammen noch viel mehr Nadeln. Für eine Folge der “Sendung mit der Maus” wurden dort die Nadeln einer durchschnittlichen Nordmanntanne tatsächlich per Hand nachgezählt. Es waren 178’333 Stück.

21. Der Name “Nordmanntanne” ist dabei trotzdem wenig dänischer Zufall. Die Baumart stammt eigentlich aus dem Kaukasus und wurde schlicht nach einem Biologen namens Alexander von Nordmann benannt. Allerdings war der immerhin Finne.

22. Mancherorts wird auch Kritik gegen das Bäumefällen laut, künstliche Bäume sind lange keine Kuriosität mehr. Doch etwas kurios war hingegen der erste künstliche Tannenbaum, denn der wurde aus den Federn toter Gänse zusammengebastelt.

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23. Keinen Baum, sondern ein einfaches Urteil fällte hingegen 350 n. Chr. der damalige Bischof von Rom. Er legte damals ein für allemal fest, dass Christi Geburt am 25. Dezember war. Der tatsächliche Geburtstag von Jesus ist nirgends überliefert. Selbst das Geburtsjahr wird inzwischen stark angezweifelt, vermutlich wurde Jesus Christus – paradoxerweise – zwischen 4 und 7 Jahren n. Chr. geboren.

24. In diesem Sinne: Merry Xmas! Dieses Wort ist übrigens keine seltsame Wortschöpfung, sondern historisch begründet. Im Griechischen beginnt “Christus”, bzw. dort Christos, mit einem X. Das Wort besteht deswegen bereits seit hunderten von Jahren, wurde 2008 aber trotzdem zum nervigsten Wort des Jahres gewählt.