Nach jahrzehntelanger politischer Diskussion wurde in Australien offiziell von der Regierung beschlossen, dass die sogenannte „Tampon-Steuer“ zum Jahreswechsel 2018/2019 abgeschafft wird. Seitdem die umstrittene Steuer im Jahr 2000 eingeführt wurde, wurde sie immer wieder von Frauenverbänden und Aktivisten angeprangert.

Die Zusatzsteuer gilt für Damenhygieneprodukte und beträgt aktuell noch 10 Prozent. Offiziell lautet der Name der Steuer „Goods and Services Tax“, es ist also eine Steuer speziell für Waren und Dienstleistungen. Mit dieser Steuer werden in Australien Güter besteuert, die laut welt.de als nicht lebensnotwendig erachtet werden. Tampons und Binden galten nach australischem Steuerrecht also als Luxusartikel.

Besonders pikant: Kondome, Viagra und beispielsweise Sonnencreme werden nicht mit dem höheren Steuersatz besteuert, da sie als lebensnotwendige Produkte für den täglichen Gebrauch angesehen werden. Verständlicherweise wurde dieser Zustand vor allem von Frauenverbänden und Feministinnen scharf kritisiert, da das Gesetz in dieser Hinsicht absolut sexistisch war.

Australiens Schatzkanzler Josh Frydenberg äußerte sich gegenüber welt.de zur Abschaffung der Tampon-Steuer folgendermaßen:

„Die Reform war längst überfällig. Der gesunde Menschenverstand hat sich durchgesetzt.“

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