Seit dem frühen Donnerstagmorgen, 29. November, durchsuchen etwa 170 Beamte der Staatsanwaltschaft, des Bundeskriminalamtes, der Steuerfahndung und der Bundespolizei sechs Objekte in Frankfurt, Eschborn und Groß-Umstadt. Darunter auch die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt. Grund seien Ermittlungen wegen des Verdachts der Geldwäsche, berichtet die Bild-Zeitung.

Ermittlungen gegen Verantwortliche und Mitarbeiter

Wie mehrere Medien berichten, richten sich die Ermittlungen gegen zwei 50- bzw. 46-Jährige Mitarbeiter sowie weitere bislang unbekannte Verantwortliche des Unternehmens.

Nach der Auswertung des beim Bundeskriminalamtes vorliegenden Datenbestandes der sogenannten „Offshore-Leaks“ und „Panama Papers“ habe sich der Verdacht ergeben, dass die Deutsche Bank Kunden bei der Gründung von Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen behilflich war und dabei Gelder aus Straftaten auf Konten der Deutsche Bank transferiert wurden, ohne dass die Bank Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattete, berichtet die Bild weiter.

Auslöser für die Ermittlungen war die Auswertung der Panama Papers. Quelle: Imago/ Igor Golovniov

Weiter heißt es, dass eine zum Konzern gehörende Gesellschaft mit Sitz auf den Britischen Jungferninseln allein im Jahr 2016 mehr als 900 Kunden mit einem Geschäftsvolumen in Höhe von 311 Millionen Euro betreut haben soll.

Aktien brechen ein

Die Ermittlungen sorgen für Unruhe an der Börse. Der Aktienkurs brach binnen weniger Minuten um bis 4,9 Prozent auf 8,17 ein. Offenbar ist das Vertrauen in die Bank arg gesunken. So sagte ein Aktienhändler laut Bild, dass es noch sehr teuer für die Bank werden könne.